Haptisch-konstruktivistische Gestalttherapie (HKG)

Was ist ist HKG?


In der Beratung und im Coaching mit Klemmbausteinen zu arbeiten, wie wir sie z.B. von Lego, Mould King, BlueBrixx u.a. kennen, ist nicht neu. Allerdings diese Techniken als Therapieform anzuwenden, ist mein spezielles Unterfangen.

 

Seit 2024 nutze ich Klemmbausteine als Dozent in der Ausbildung und auch in therapeutischen Sitzungen mit Klienten und Klientinnen.

 

Ich nenne die Therapieform daher Haptisch-konstruktivistische Gestalttherapie (HKG).

Foto: Arbeit einer Klientin am Selbstbild


Haptik

Haptik beschreibt die Wahrnehmung und das Erleben von Objekten durch den Tastsinn. Es geht dabei nicht nur um die physische Berührung, sondern auch um das Erkennen von Oberflächenstrukturen, Formen und Temperaturen. In der Haptik wird auch das Gefühl von Bewegung und Druck berücksichtigt, das uns hilft, ein tieferes Verständnis für die Welt um uns herum zu entwickeln. Sie spielt eine wichtige Rolle in der Interaktion mit der Umwelt und ist entscheidend für die Entwicklung von motorischen und kognitiven Fähigkeiten.

Konstruktivismus

Konstruktivismus ist eine erkenntnistheoretische Theorie, die davon ausgeht, dass Wissen nicht einfach passiv aufgenommen, sondern aktiv vom Individuum konstruiert wird. Lernende bauen ihr Wissen auf Basis ihrer Erfahrungen und bestehenden kognitiven Strukturen auf. Die Theorie betont, dass Menschen ihre Umwelt interpretieren und daraus eigene Bedeutungen schaffen, anstatt objektive Wahrheit zu erkennen. Der Konstruktivismus hat vor allem in der Bildungsforschung und -praxis Einfluss, da er ein aktives, selbstgesteuertes Lernen fördert.

Gestalttherapie

Gestalttherapie ist eine psychotherapeutische Methode, die sich auf das Hier und Jetzt konzentriert und den Menschen als Ganzes betrachtet. Sie betont die Bedeutung von Wahrnehmung, Achtsamkeit und dem Erleben der eigenen Gefühle und Gedanken im Moment. In der Gestalttherapie wird der Klient dazu angeregt, ungelöste Konflikte zu erkennen und zu bearbeiten, indem er unbewusste Prozesse in Bewusstsein holt. Dabei spielt die therapeutische Beziehung und die Förderung von Selbstakzeptanz eine zentrale Rolle.